Warum moderne Cyberangriffe nicht Systeme, sondern Menschen ins Visier nehmen
Oft bleibt diese Frage unbeantwortet, bis ein Vorfall die Scheinsicherheit entlarvt. Besonders mit Cloud-Lösungen wie DATEVasp wiegen sich viele Kanzleien in falscher Sicherheit. Doch IT-Sicherheit ist kein Produkt, sondern hängt ebenso von Prozessen und menschlichem Verhalten ab und genau dort liegt meist die größte Schwachstelle.
Die HDI-Cyberversicherung von Menze & Menze bietet Kanzleien und Unternehmen ein umfassendes 360-Grad-Konzept für digitale Sicherheit: von proaktiven Security Baseline Checks über Awareness-Schulungen bis hin zur sofortigen Soforthilfe bei Cyberangriffen – inklusive finanzieller Absicherung. So wird Cyberrisiko messbar, Schäden werden begrenzt und die Resilienz Ihres Unternehmens nachhaltig gestärkt.
Die Plattform SOLON X unterstützt Kanzleien und Unternehmen bei der digitalen Absicherung und Cyberresilienz mit praxisnahen Tools und Services wie Security Baseline Checks, Awareness-Schulungen und Cyberversicherungslösungen.
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Der Faktor Mensch als Einfallstor
Jüngste Fälle zeigen: Cyberkriminelle nehmen gezielt Menschen ins Visier, etwa mit gefälschten Login-Seiten wie beim Kaffeekonzern Starbucks, wo Zugangsdaten und sensible Informationen von rund 900 Mitarbeitenden abgegriffen wurden. Hierbei setzten die Täter weniger auf Technik als auf überzeugende Fälschungen und arbeiteten mit echten Zugangsdaten, wodurch sie wochenlang unentdeckt blieben.
Auch Unternehmen in der Region wurden mit professionell gestalteten E-Mails, angeblich von der IHK, zur Herausgabe sensibler Daten verleitet.
KI hebt Phishing auf ein neues Niveau
Künstliche Intelligenz macht Cyberangriffe raffinierter: Täuschend echte Nachrichten, neue Angriffswege wie Quishing und KI-generierte Anrufe erschweren die Erkennung. Klassische Warnsignale verlieren an Bedeutung, und Angreifer setzen auf psychologischen Druck, wodurch auch erfahrene Mitarbeitende Fehler machen.
Warum Technik allein nicht mehr ausreicht
Viele Sicherheitssysteme erkennen Schadsoftware und bekannte Angriffe, doch moderne Täter umgehen diese Mechanismen. Mit echten Zugangsdaten oder kompromittierten Konten erscheinen sie als legitime Nutzer, die Sicherheitslücke entsteht bei der Interaktion.
Die größten Schäden entstehen meist durch alltägliche Fehler: ein notiertes Passwort, eine unbedacht geöffnete E-Mail oder ein verschobenes Update. Der Mensch bleibt das entscheidende Risiko für die Cybersecurity.
Von der Prävention zur Resilienz
Schulungen, Richtlinien und technische Maßnahmen sind wichtig, doch Fehler lassen sich nicht ganz ausschließen. Statt auf absolute Sicherheit zu setzen, sollten Organisationen resilient sein und Angriffe einkalkulieren.
Notfallprozesse, schnelle Reaktion und Strukturen zur Schadensbegrenzung bilden die „zweite Verteidigungslinie“ für den Fall, dass Prävention versagt.
Cyberversicherung als Teil der Sicherheitsarchitektur
Die Cyberversicherung von HDI setzt genau an diesem Punkt an. Sie strukturiert den Ernstfall und ersetzt Chaos durch koordinierte Abläufe. IT-Forensiker analysieren Angriffe, Spezialisten stellen Systeme wieder her, Kommunikations- und Rechtsexperten begleiten den Vorfall. Gleichzeitig werden finanzielle Schäden abgefedert.
Darüber hinaus stärkt sie präventiv die Sicherheitskultur, etwa durch Awareness-Trainings und IT-Audits gemeinsam mit Partnern wie Perseus.