Schatten-KI: Wenn KI im Verborgenen arbeitet
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Bildquelle: Bits and Splits (Adobe Stock)
17/12/2025
| Datenanalyse und Künstliche Intelligenz
| Schatten-KI
Während viele Unternehmen noch KI-Strategien entwickeln, ist Künstliche Intelligenz längst im Arbeitsalltag angekommen – oft unbemerkt und unkontrolliert. Dieses Phänomen wird „Schatten-KI“ genannt und entwickelt sich zu einer wachsenden Herausforderung für Datensicherheit, Datenschutz und Unternehmensführung.
Schatten-KI ist kein Randphänomen, sondern längst Realität. Sie entsteht dort, wo genehmigte Tools und Regeln fehlen. Wer Schatten-KI verhindern will, braucht keine Verbotskultur, sondern Kompetenzaufbau, klare Leitlinien und verantwortungsvolle KI-Governance. Nur so lässt sich die Produktivitätschance von KI nutzen, ohne Sicherheit und Compliance zu gefährden.
Die Plattform SOLON X begleitet diesen Wandel und unterstützt Unternehmen der Prüfungs- und Steuerberatungsbranche dabei, sichere KI-Anwendungen aufzubauen – mit praxisnahen Weiterbildungsformaten, Compliance-orientierten Leitlinien und digitalen Tools für den professionellen KI-Einsatz.
Hier erfahren Sie mehr:
Was ist Schatten-KI?
Wie weit ist Schatten-KI verbreitet?
Laut einer aktuellen Bitkom-Studie geben zehn Prozent der Beschäftigten an, private KI-Anwendungen wie ChatGPT oder Gemini für berufliche Aufgaben ohne Wissen ihres Arbeitgebers zu nutzen – Tendenz steigend. Eine Befragung von Unternehmen ergab, dass vier von zehn Unternehmen zumindest davon ausgehen, dass private KI-Tools zum Einsatz kommen.
Risikoquelle Arbeitsplatz – warum Schatten-KI gefährlich ist
Der Einsatz privater KI-Tools birgt gleich mehrere Risiken:
- Datenabfluss: Geschäftsgeheimnisse und personenbezogene Daten gelangen unkontrolliert in externe Systeme.
- Verstöße gegen den EU AI Act & DSGVO: Sensible Daten werden ohne Einwilligung verarbeitet, KI-generierte Inhalte nicht offengelegt, außerdem ist nicht sichergestellt, dass Anwendende über ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz verfügen.
- Fehlinformationen durch KI-Halluzinationen: Falsche Ergebnisse können in Prozesse einfließen.
- Qualitätsprobleme: Inhalte ohne Quellenangaben, Copy-Paste-Risiken.
- Verlust geistigen Eigentums: Was einmal eingegeben wird, kann für Modelltraining oder andere Nutzer verwendbar sein.
Verbote helfen nicht
Ein vollständiges Verbot von KI-Tools verstärkt das Problem, da Mitarbeitende weiterhin nach inoffiziellen Abkürzungen suchen und Risiken unerkannt bleiben. Häufig nutzen Mitarbeitende verfügbare KI-Tools in dem Bestreben, schnellere, bessere oder kreativere Lösungen für berufliche Aufgaben zu finden. Unternehmen sollten daher die Risiken von Schatten-KI managen und dabei auch die Notwendigkeit von Flexibilität und Innovation in der sich rasch entwickelnden digitalen Transformation im Blick behalten.
Best Practices: So kontrollieren Unternehmen Schatten-KI
Um Schatten-KI zu vermeiden, etabliert sich ein Governance-Ansatz, der Verantwortung, klare Leitlinien und Qualifizierung verbindet. Zahlreiche Unternehmen setzen auf:
- KI-Guidelines
- Freigegebene KI-Tools als sichere Alternativen
- Definition von Rollen und Verantwortlichkeiten
- Dokumentation und Nachvollziehbarkeit des KI-Einsatzes
- Weiterbildung und Training
So steht es um KI-Zugang und KI-Richtlinien in Deutschland
Aktuell stellt laut Bitkom ein Viertel der Unternehmen seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern generative KI-Tools zur Verfügung, 47 Prozent planen dies oder können es sich zumindest vorstellen.
Allerdings regeln nicht alle Unternehmen, die KI-Technologie bereitstellen, auch deren Nutzung: Über verbindliche Regelwerke zum Einsatz von generativer KI verfügen laut Bitkom 23 Prozent der Unternehmen – die Tendenz ist jedoch stark steigend, da der Anteil im Vorjahr erst 15 Prozent betrug. Weitere 31 Prozent haben fest vor, KI-Regeln am Arbeitsplatz einzuführen.
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