Von der Idee zur Orientierung
Als die Digitalisierung plötzlich da war
Erinnern Sie sich noch an das Jahr 2021? Corona veränderte den Alltag. Auch in der Wirtschaftsprüfung wurde vieles digitaler. Remote-Prüfungen, Videokonferenzen und Cloud-Lösungen wurden zur Normalität. Gleichzeitig wurden Künstliche Intelligenz, Blockchain und Cyber Security als wichtige Zukunftsthemen diskutiert.
Der Markt für digitale Tools und Services war schnelllebig und unübersichtlich. Es gab immer mehr Lösungen, aber eine Frage blieb: Welche davon passt zur eigenen Praxis?
Größere Praxen konnten gemeinsam mit IT-Spezialisten eigene Lösungen entwickeln. Für kleine und mittelständische Praxen war das oft keine Option. Ihnen fehlten die nötigen IT-Ressourcen und Innovationsbudgets.
Das Problem war also nicht, dass es keine digitalen Lösungen gab. Es war, dass man sie finden und einordnen musste.
Genau hier setzte die Idee von SOLON X an.
Die Idee hinter SOLON X
Das IDW führte Gespräche und Interviews und befragte Experten in einem Panel. Dabei ging es um die Frage, welche Unterstützung Wirtschaftsprüfer bei der Digitalisierung brauchen.
Schnell wurde klar: Eine Plattform sollte mehr sein als eine Sammlung von Produkten. Digitale Lösungen sollten nach den Anforderungen des Berufsstands dargestellt und eingeordnet werden. Produktinformationen sollten durch konkrete Anwendungsbeispiele ergänzt werden.
Der Ansatz war von Beginn an klar: Aus dem Berufsstand für den Berufsstand.
„Ein Tool allein beantwortet noch nicht die Frage, ob es für eine bestimmte Praxis sinnvoll ist. Dafür muss man wissen, welches Problem damit gelöst werden soll, welche Voraussetzungen nötig sind und wo möglicherweise Grenzen liegen“, sagt Melanie Sack, Sprecherin des IDW Vorstands.
Von der Idee zur Plattform
Im Oktober 2021 ging SOLON X an den Start. Zunächst wurde der Bereich Tools und Services aufgebaut. Die ersten Anbieter und Lösungen wurden aufgenommen und mit Cases verbunden. Auch fachliche News kamen hinzu.
Doch mit dem Start war die Entwicklung nicht abgeschlossen. Das Angebot wuchs, weitere Themen kamen dazu und die redaktionelle Begleitung wurde ausgebaut.
Auch der Webauftritt entwickelte sich weiter. Kategorien und Filter wurden überarbeitet, thematische Einstiegsseiten eingeführt und Inhalte besser gebündelt. Ein Newsletter und ein LinkedIn-Kanal kamen hinzu.
Aus der ursprünglichen Idee einer Plattform für digitale Lösungen wurde ein breiteres Informationsangebot.
Fünf Jahre später: Die Themen haben sich verändert
Was 2021 noch nach Zukunft klang, gehört heute in vielen Bereichen zum Arbeitsalltag.
Damals standen unter anderem Data Analytics, Automatisierung, Dokumentenmanagement und Continuous Auditing im Mittelpunkt. Heute beschäftigen sich Praxen zusätzlich mit Künstlicher Intelligenz, ESG-Anwendungen, Nachhaltigkeitsberichterstattung und digitaler Kanzleisteuerung.
Auch die Aufgabe von SOLON X hat sich verändert. Es gibt mehr digitale Angebote, mehr Komplexität und damit mehr Bedarf an Einordnung.
„Die vergangenen fünf Jahre haben gezeigt, wie schnell sich unser Arbeitsumfeld verändert. Themen wie Künstliche Intelligenz, Datenanalyse und Automatisierung sind heute viel näher an der Praxis, als das noch vor einigen Jahren der Fall war“, so Melanie Sack.
Blick nach vorne
Die Digitalisierung bleibt ein fortlaufender Prozess. Neue Lösungen entstehen, bestehende Technologien werden weiterentwickelt und die Anforderungen an Praxen verändern sich.
Mit der Zahl neuer Angebote wächst auch der Orientierungsbedarf. SOLON X soll deshalb Entwicklungen frühzeitig aufgreifen und digitale Lösungen weiterhin mit Fachwissen und Praxisbeispielen verbinden.
Denn am Ende geht es darum, die richtige Lösung für die eigene Arbeit zu finden.
Melanie Sack sagt: „Wenn eine Wirtschaftsprüferin oder ein Wirtschaftsprüfer dort eine Lösung findet und am Ende sagt: ‚Das hilft mir bei meiner Arbeit weiter‘, dann ist das für mich ein gutes Zeichen, dass die Plattform ihren Zweck erfüllt.“