SOS IT-Notfall: So reagieren Sie bei einer Hackerattacke richtig
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Bildquelle: Ploegerson (Unsplash)
27/08/2025
| Cyberangriff
| IT und Cybersicherheit
Unternehmen geraten vermehrt in das Visier von Cyberkriminellen. Hackerattacken und IT-Sicherheitsvorfälle mehren sich und die Konsequenzen für Betriebe können schnell existenzgefährdend werden. Eine Studie zeigt, dass Unternehmen im Durchschnitt 4,2 Tage benötigen, um wieder auf ihre Systeme zugreifen zu können. Bei kleinen und mittleren Unternehmen sind es sogar 5,5 Tage. Je professioneller die Reaktion auf einen IT-Notfall ist, umso geringer fällt der Schaden aus. Erfahren Sie im Beitrag, was Unternehmen bei einem IT-Notfall berücksichtigen sollten und welche Unterstützung die Transferstelle Cybersicherheit bietet.
Ein Cyberangriff kann Unternehmen jeden Moment aus der Bahn werfen. Unternehmen sollten sich vorbereiten und machen ihre Prozesse cybersicher machen. Nur so können sie im Ernstfall schnell und professionell reagieren und hoffentlich das Schlimmste abwenden. Die Transferstelle Cybersicherheit steht Unternehmen mit kostenfreien Angeboten gerne zur Seite und unterstützt sie dabei, das Cybersicherheitsniveau in ihrem Betrieb zu steigern.
Fast jede Woche kursiert in den Medien ein neuer Cyberangriff, der ein Unternehmen in Atem hält. Branchenübergreifend sind Cyberkriminelle am Werk und richten mit ihren Taten große Schäden an. Neben Konzernen sind auch vermehrt kleine und mittlere Unternehmen von Hackerattacken betroffen. Warum? Die Angreifer suchen sich immer häufiger Ziele mit dem geringsten Widerstand. Das bedeutet: Kleine und mittlere Unternehmen haben oftmals keine oder nur wenige präventive Sicherheitsmaßnahmen in ihren Betrieben mit Blick auf die Cybersicherheit umgesetzt. Das Einfallstor ist für Hacker entsprechend einfacher zu überwinden als das IT-Setup von Unternehmen mit eigenen IT-Abteilungen und externem Support.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Auch aktuelle Studien belegen diesen Trend. Laut der TÜV Cybersecurity Studie nehmen IT-Sicherheitsvorfälle zu. 15 Prozent der befragten Unternehmen sind im Jahr 2024 Opfer eines Cyberangriffs geworden. Dabei handelt es sich um einen Anstieg um vier Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Interessant dabei ist, dass zehn Prozent der Unternehmen über ihre Zulieferer und Partner angegriffen wurden. Diese Lieferkettenangriffe ermöglichen es Cyberkriminellen, mit einer Attacke mehrere Unternehmen zu kompromittieren und eine Art Domino-Effekt zu erzielen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie neben Ihren eigenen Prozessen auch Ihre Lieferkette überprüfen und cybersicher gestalten.
Ausnahmezustand für Unternehmen
Ein Cyberangriff hat viele Gesichter. Unternehmen können eine Lösegeldforderung erhalten, Systeme und Daten wurden verschlüsselt oder Kunden und Partner erhalten gefälschte Nachrichten von Ihren Unternehmens-Accounts. Egal, wie sich der Angriff äußert, für die meisten Unternehmen startet der Ausnahmezustand. Denn: Ein Cyberangriff betrifft in den meisten Fällen mehrere bzw. fast alle Geschäftsprozesse. Zahlungen können nicht mehr getätigt werden, Produktionen sind eingestellt und die Belegschaft ist für Kunden und Partner nicht mehr erreichbar. Ein Szenario, das vor allem für kleine und mittlere Unternehmen auch in der Insolvenz enden kann. Ein Beispiel dafür ist das Euskirchener Unternehmen Fasana. Bei dem Serviettenhersteller lag ein Erpresserschreiben im Drucker und Maschinen standen ganze drei Tage komplett still. Der siebenstellige Schaden bedeutete für das Unternehmen mit 253 Mitarbeitenden Insolvenz.
Auf den Notfall richtig vorbereiten
Damit es so weit nicht kommt, ist es entscheidend, dass Unternehmen sich auf einen Cyberangriff vorbereiten und im Ernstfall bedacht handeln. Denn nur so können sie Ihre Prozesse absichern und schnellstmöglich wieder online sein. Cybersicherheit ist somit ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, der nicht unterschätzt werden sollte.
Um dies zu gewährleisten, sollten Sie einen IT-Notfallplan erstellen. Dieses Dokument bildet alle wichtigen Prozesse, Kontakte und Personen ab, die bei einem Sicherheitsvorfall zum Einsatz kommen. Wichtig dabei ist, den Notfallplan so detailliert wie möglich aufzusetzen, kontinuierlich zu aktualisieren und in regelmäßigen Abständen zu prüfen und zu testen. Ihre Mitarbeitenden, die in dem Notfallplan bestimmte Rollen übernehmen, müssen entsprechend gebrieft werden und bei Bedarf Schulungen erhalten, die sie für ihre Aufgaben vorbereiten. Neben dem ausführlichen Notfallplan hilft auch eine Checkliste dabei, die ersten wichtigen Schritte bei einem Notfall zu tätigen. Dafür hat die Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand die CYBERNotfall Checkliste erstellt. Hier erhalten Sie zwölf konkrete Maßnahmen, die im IT-Notfall getätigt werden sollten.
Falls Unternehmen bei einem Cyberangriff professionelle Unterstützung benötigen, können sie mithilfe der CYBERsicher Notfallhilfe schnell und unkompliziert ein großes Netzwerk an verfügbaren Dienstleistern aktivieren. Innerhalb weniger Minuten erhalten sie über die Plattform eine konkrete Rückmeldung – anonym, unverbindlich und mit einer transparenten Übersicht zu Leistungen, Aufwand und Kosten. Die Dienstleister sind Spezialisten in den Bereichen IT, Recht und Kommunikation. Die Plattform spart wertvolle Zeit und vermeidet teure Fehler. Zusätzlich erhalten Betroffene eine zugeschnittene Übersicht an öffentlichen Anlaufstellen und konkrete Handlungsempfehlungen, basierend auf ihrem IT-Vorfall.
Autor: Johanna Baldus
Projektmanagerin | Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand
Projektmanagerin Öffentlichkeitsarbeit der Transferstelle Cybersicherheit im MittelstandWeb: https://transferstelle-cybersicherheit.de/
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