IT-Trends 2026: Bedeutung und Chancen für Wirtschaftsprüfer
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Bildquelle: Zerbor (Adobe Stock)
06/02/2026
| Abschlussprüfung und Assurance
2026 steht im Zeichen der praktischen Umsetzung KI-basierter Technologien. Internationale Studien zeigen, dass Künstliche Intelligenz zunehmend zur kritischen Infrastruktur von Unternehmen wird. Damit steigen die Anforderungen an Governance, Sicherheit und Nachvollziehbarkeit digitaler Systeme. Für Wirtschaftsprüfer ergeben sich neue Prüfungsfelder an der Schnittstelle von IT, Regulierung und Risikomanagement.
2026 steht weniger für neue technologische Experimente als für deren verlässliche Integration in Unternehmen. Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Automatisierung werden zu prüfungsrelevanten Kernthemen. Für Wirtschaftsprüfer bedeutet dies einen klaren Fokus auf Vertrauen, Sicherheit und Governance digitaler Systeme.
Die Plattform SOLON X unterstützt die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsbranche bei der digitalen Transformation mit praxisnahen Tools und Services zur Integration von KI-Technologien in Prüfungsprozesse.
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Gartner Top-10-Tech-Trends 2026: KI wird produktiv
Gartner benennt für 2026 zehn strategische Technologietrends, darunter Multiagentensysteme, Domain-Specific Language Models, Physical AI, AI Security Platforms, Preemptive Cybersecurity und Geopatriation. Die Trends sind darauf ausgerichtet, KI-Systeme skalierbar, sicher und vertrauenswürdig in Unternehmen zu integrieren.
Gartner prognostiziert, dass bis 2028 mehr als 50 % der Unternehmen KI-Sicherheitsplattformen einsetzen werden. Zudem werden hybride Computing-Architekturen an Bedeutung gewinnen, um rechenintensive KI-Workloads zu betreiben.
Cybersecurity: Von reaktiv zu präventiv
Im Bereich der IT-Sicherheit zeichnet sich ein klarer Wandel ab. Preemptive Cybersecurity nutzt KI, um Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und Sicherheitsmaßnahmen automatisiert einzuleiten. Gartner beschreibt diesen Ansatz als Übergang von reaktiver zu proaktiver Cybersicherheit.
KI wird gleichzeitig zum größten Angriffsziel und zur wichtigsten Verteidigungstechnologie, wie Deloitte in den Tech Trends betont. Unternehmen müssen KI in vier Bereichen sichern – Daten, Modelle, Anwendungen und Infrastruktur –, können aber auch KI-gestützte Abwehrmaßnahmen einzusetzen, um Bedrohungen zu bekämpfen.
Zudem gewinnt das Thema Geopatriation an Bedeutung. Laut Gartner werden geopolitische Spannungen und regulatorische Anforderungen dazu führen, dass Daten stärker standortgebunden verarbeitet werden müssen.
PwC zeigt in den Digital Trust Insights 2026, dass 89 % der deutschen Unternehmen in den vergangenen drei Jahren Opfer eines Cyberangriffs wurden, während lediglich 15 % gezielt in präventive Cybersicherheitsmaßnahmen investieren.
Diese Diskrepanz zwischen steigenden Bedrohungen und unzureichender Prävention unterstreicht die wachsende Bedeutung von Cyber-Resilienz, Governance-Strukturen und prüfungsnaher Kontrolle durch Wirtschaftsprüfer.
Robotik und Physical AI: Autonomie nimmt zu
Die International Federation of Robotics (IFR) berichtet für 2026 von einem weiteren Wachstum der industriellen Robotik. Zentrale Trends sind der verstärkte Einsatz von KI zur Autonomisierung von Robotern sowie die zunehmende Konvergenz von IT und Operational Technology (OT). Generative KI ermöglicht dabei flexiblere und selbstlernende Systeme.
Diese Entwicklung erhöht die Bedeutung von OT-Sicherheit und zuverlässigen Kontrollmechanismen in produktionsnahen Umgebungen.
Relevanz für die Wirtschaftsprüfung
Die beschriebenen Trends führen zu einer Ausweitung von IT-Prüfungen. Neben der technischen Funktionsfähigkeit rücken Governance-Strukturen, Cyber-Resilienz und die Nachvollziehbarkeit KI-gestützter Prozesse stärker in den Fokus. Prüfungen von KI-Systemen, Cybersecurity-Risikomanagement und IT/OT-Schnittstellen gewinnen an Bedeutung. Wirtschaftsprüfer könnten hierfür zusätzliche Kompetenzen in den Bereichen AI-Governance und Technologierisikomanagement aufbauen.
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